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| Grußwort vom Landrat | |||
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| Dr. Winfried Hirschberger | |||
Die wirtschaftliche Entwicklung im Landkreis Kusel hat sich in den letzten Jahren deutlich gegen den Trend bewegt. Zwar muß immer noch ein struktureller Rückstand festgestellt werden, außerdem hat die Schließung von TDK und Koenig, Bauer&Albert etliche Arbeitsplätze gekostet. Allerdings haben sich beispielsweise die Gewerbegebiete in Waldmohr, Konken und auch die Kuseler Tuchfabriken als wirtschaftliche Motoren erwiesen. Nicht zuletzt ergeben sich aus steigenden Gäste- und Übernachtungszahlen Chancen für Hotellerie und landwirtschaftliche Selbstvermarkter, zu prosperieren und ihre Leistungsfähigkeit unter Beweis zu stellen. Insgesamt läßt sich sagen, daß der Landkreis Kusel eine Region ist, in der kleinbetriebliche Strukturen vorherrschen. Wir sind ein Pendlerlandkreis, der zu einem guten Teil auf Arbeitsplätze außerhalb der Kreisgrenzen angewiesen ist. Dies bedeutet aber nicht, daß wirtschaftliche Entwicklung innerhalb der Grenzen vernachlässigt werden könnte – im Gegenteil. Das Spektrum gesunder und profitabler Unternehmen im Kreis Kusel ist breit. Vom Softwareentwickler bis zum Sondermaschinenbau und einer ganzen Palette von touristischen Initiativen gibt es eine erstaunliche Fülle kleiner hochspezialisierter Firmen, die ihre Marktnische gefunden haben. Und dabei flexibel auf die Anforderungen des Marktes reagieren können. Die kleinbetriebliche Struktur im Kreis ist nachweislich deutlich krisenfester als es industrielle Monostrukturen sein könnten. Hinzu kommt, daß ein wesentlicher Teil der Betriebe im Landkreis inhabergeführt ist und seiner sozialen Verantwortung nachkommt. “Verlängerte Werkbänke” sind immer davon bedroht, schon bei kleinen Anzeichen einer wirtschaftlichen Krise mit einem Federstrich geschlossen zu werden. Handel, Handwerk und Gewerbe im Landkreis Kusel haben sich hingegen auch in konjunkturell schwierigen Zeiten als verläßliche Partner erwiesen. Dazu zählt für mich auch die Bereitschaft zum Ausbilden. Die Kreisverwaltung Kusel geht hier seit Jahren mit gutem Beispiel voran und bildet über den eigenen Bedarf hinaus Nachwuchskräfte aus. Viele Betriebe im Landkreis handhaben es genauso und stellen zusätzliche Ausbildungsplätze zur Verfügung. In kleinen aber stabilen Schritten hat sich die Zahl der Betriebe und der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in den letzten anderthalb Jahrzehnten nach oben entwickelt. Gleichzeitig ist der Landkreis in etlichen Ranglisten wirtschaftlicher Kennzahlen nach oben geklettert. Die Arbeitslosenquote ist im Bezug zu den Geschäftsstellen des Arbeitsmarktbezirks Kaiserslautern seit Jahren vergleichsweise niedrig. Das Bruttoinlandsprodukt des Landkreises ist seit 1992 um drei Prozentpunkte stärker gestiegen als im Landesschnitt. Wobei das Land Rheinland-Pfalz wiederum bessere Zahlen vorlegen kann als der Bund im Schnitt. Die wirtschaftliche Entwicklung des Landkreises Kusel schreitet also voran. Dabei ist zu beobachten, daß in letzter Zeit insbesondere standortunabhängige Dienstleistungsunternehmen hier ihren Sitz wählten. Begründet werden kann dies zum einen mit der relativ hohen Lebensqualität, die der Landkreis bietet. Räumliche Nähe zu den Ballungsgebieten kombiniert mit einer reizvollen Landschaft und intaktem dörflichen Leben machen den Reiz der Region aus. Daneben ist festzuhalten, daß die Verhältnisse auf dem Grundstücksmarkt den Landkreis für Betriebe wie für Bauwillige interessant machen. Sowohl für Arbeitgeber als auch für Arbeitnehmer besteht im Kreis Kusel die Chance, selbst in schwierigen konjunkturellen Situationen wirtschaftlich zu prosperieren. Der Gewa 2006 wünsche ich einen erfolgreichen Verlauf. Mein besonderer
Dank gilt den Veranstaltern vom Waldmohrer Verkehrs- und Gewerbeverein,
die für das Gelingen der Ausstellung viel Arbeit in Planung und
Gestaltung investiert haben. |
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| Dr. Winfried Hirschberger, Landrat | |||
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